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Tausende Passwörter öffentlich im Netz wegen eines KI-Bots 🤯
Diese Woche zeigen wir dir, warum der virale Moltbot-Hype auch eine Schattenseite hat, wie Claude Cowork deinen chaotischen Desktop in den Griff bekommt und welches KI-Modell du wann einsetzen solltest. Plus: Unsere neue Partnerschaft für effizientere Meetings! ✨
Hey KI-Aner 👾
In dieser Ausgabe erwartet dich wieder ein kompaktes Rundum-Update mit allem, was du zum Anfang des Jahres 2026 wissen solltest:
🤖 Moltbot geht viral - Beeindruckender Open-Source-Agent mit Sicherheitslücken
🖥️ Claude Cowork - Assistent der wortwörtlich deinen Desktop aufräumt
🎯 KI-Modell-Guide - Welches Modell für welche Aufgabe?
🤝 Meeting Metrics - KI-Protokolle mit Schweizerdeutsch und DSG-konform
Falls du den Newsletter hören möchtest:
Am Wochenende ging ein neuer Open-Source-KI-Agent namens Moltbot auf X viral und sorgt seither für reichlich Gesprächsstoff (und Stirnrunzeln). 😉
Was ist Moltbot überhaupt?
Moltbot ist ein KI-Assistent, den man auf dem eigenen Computer installieren und laufen lassen kann. Man chattet dann mit ihm beispielsweise über WhatsApp und er kann sich Dinge merken, auf Dateien zugreifen und sogar selbstständig neue Fähigkeiten lernen. In verschiedenen Demos zeigte Moltbot beeindruckende Tricks: vom Erstellen kleiner Apps bis zum automatischen Ausführen von Aufgaben. Besonders spannend: Der Bot entwickelte teilweise Fähigkeiten, mit denen selbst die Entwickler nicht gerechnet hatten.
Und was ist das Problem?
Je mehr ein Bot auf dem eigenen Rechner anstellen kann, desto grösser die Sicherheitsrisiken. Und genau hier liegt der Haken: Viele Nutzer haben ihre Moltbot-Installationen versehentlich öffentlich zugänglich gemacht, inklusive Passwörtern, Zugangsdaten und privaten Informationen. Ohne jegliches Hacker-Know-how auffindbar.
Unser Fazit: Moltbot ist ein spannendes Experiment , aber (noch) nichts für den produktiven Einsatz oder sensible Daten.
Claude Cowork räumt deinen Desktop auf - wortwörtlich 😉
Anthropic hat mit Claude Cowork Mitte Januar ein neues Feature veröffentlicht. Das Ziel: Claude direkt in deinen Arbeitsalltag einzubinden, ohne Programmierkenntnisse oder Terminal-Befehle.
Was ist Claude Cowork?
Claude Cowork funktioniert als persönlicher Arbeitsassistent direkt auf deinem Computer. Du gibst ihm Zugriff auf deine Dateien/Ordner und ab dann übernimmt Claude konkrete Aufgaben lokal, z. B.:
Chaotische Dateien sortieren oder umbenennen
Screenshots von Belegen in Tabellen umwandeln
Reports aus Notizen generieren
Inhalte strukturieren und zusammenfassen
PDFs auswerten oder automatisch formatieren
Integration in Tools wie Google Drive und Slack
Wie kann ich Claude Cowork verwenden?
Hier gibt es ein kleines Aber: Da Claude Cowork noch ein experimentelles Feature ist, benötigst du Claude Max (mindestens $100/Monat) und die Claude macOS-App (Cowork funktioniert aktuell nur auf Apple-Geräten). „Cowork“ erscheint dann als neuer Bereich in der Seitenleiste. Claude fragt beim Start, auf welche Ordner es zugreifen darf und legt direkt los.
Für wen ist das gedacht?
Cowork richtet sich explizit an Büro-Allrounder:innen, Studierende oder Selbständige, die viel mit Dokumenten und Dateien zu tun haben.
Unser Fazit:
Claude Cowork ist ein spannender Schritt in Richtung echter Desktop-Automatisierung ohne den bisherigen technischen Hürden. Die Kombination aus lokalem Dateizugriff, App-Steuerung und Browser-Integration macht es zu einem der bisher alltagstauglichsten KI-Assistenten. Mit $100/Monat und der Beschränkung auf Mac-Geräte bleibt Cowork allerdings (vorerst) ein Nischen-Tool für Power-User.
Welches KI-Modell für welche Aufgabe? 🤔

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Die Frage hören wir fast in jedem Workshop: „Soll ich jetzt GPT, Claude oder Gemini nutzen?" Die Antwort ist einfacher als gedacht und hilft euch, das richtige Tool für eure Aufgaben zu finden. 💡
Schritt 1: Den richtigen Anbieter wählen
Bevor ihr ein Modell auswählt, lohnt sich ein Blick auf die Stärken der verschiedenen Anbieter:
ChatGPT: Euer Allrounder für alltägliche Aufgaben. Von E-Mails bis zu Brainstormings.
Anthropic (Claude): Stark bei kreativen und analytischen Texten, ideal für längere Dokumente.
Google Gemini: Top für datenbasierte, systematische Aufgaben und strukturierte Analysen.
Schritt 2: Einfache oder komplexe Aufgabe?
Sobald ihr den Anbieter gewählt habt, kommt die Modellfrage:
Einfache Aufgaben?
→ Alle gängigen Modelle (GPT-4.5, Opus, Sonnet, Gemini) liefern schnelle, solide Antworten, quasi die „erstbeste" Lösung.
Komplexe Aufgaben?
→ Hier kommen die Reasoning-Modelle ins Spiel (z.B. GPT-o1, Claude Opus). Sie denken nach, bevor sie antworten, arbeiten in mehreren Schritten und liefern durchdachtere Ergebnisse.
Unser Tipp: Startet mit den Standard-Modellen. Wenn die Aufgabe knifflig wird oder ihr merkt, dass die Antwort zu oberflächlich ist, wechselt zu den Reasoning-Modellen. So spart ihr Zeit und nutzt die Stärken gezielt. 🔥
Neue Partnerschaft mit Meeting Metrics 🤝

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Meetings effizienter gestalten ist wohl eine der grössten Herausforderungen im Arbeitsalltag. Genau hier setzt Meeting Metrics an, ein KI-Tool, das wir ab sofort selbst im Einsatz haben. Und wir sind begeistert!
Warum Meeting Metrics bei uns im Einsatz ist:
Automatische Protokollierung - nie wieder manuell Notizen tippen
Schweizerdeutsch-Erkennung - funktioniert sogar mit Rheintaler-Dialekt 😉
To-do-Generierung - direkt aus dem Meeting heraus
Durchsuchbar & griffbereit - alle wichtigen Infos sofort zur Hand
Was uns besonders überzeugt hat?
Alle Daten lassen sich lokal hosten, DSG-konform und sicher in der Schweiz. 🇨🇭🔒 Gerade für KMUs, die Wert auf Datenschutz legen, ist das ein echter Gamechanger!
Ein grosses Dankeschön an das Team für die tolle Zusammenarbeit! 🚀
Danke für’s reinschauen und bis in zwei Wochen! 👋🏼☺️
Euer KI-Studio-Team
Nicolas, Marc, Dominik & Alessia
PS: Wir würden uns freuen, wenn du unseren Podcast oder unseren Newsletter weiterempfiehlst! 🤍

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