- Aus dem KI-Studio
- Posts
- Macht ChatGPT unser Denken faul? 🧠
Macht ChatGPT unser Denken faul? 🧠
Erfahre mehr über Studien zur Denkleistung mit ChatGPT, KI-Projekte für Kinder und Sam Altmans Bilder von der Singularität.
Hey KI-Aner 👾
Diese Woche wird’s nachdenklich – wortwörtlich. Eine neue Studie zeigt: Wer zu viel mit ChatGPT schreibt, denkt weniger mit. Ausserdem blicken wir auf KI in Klassenzimmern weltweit und hören, was Sam Altman über unsere Zukunft mit Superintelligenz denkt. Zwischen Denkfaulheit, Bildungsvisionen und Singularitäts-Prognosen: Bereit für die KI-Reifeprüfung? 💡📚🤖
Falls du den Newsletter hören möchtest:
ChatGPT macht denkfaul? 🧠

Bildquelle: Midjourney
Eine neue Studie des MIT hat untersucht, wie sich der Einsatz von ChatGPT beim Schreiben auf unsere Gehirnaktivität und unser Erinnerungsvermögen auswirkt – mit klaren Unterschieden.
Insgesamt 54 Personen mussten je einen Aufsatz zum Thema Philanthropie schreiben – entweder aus dem eigenen Wissen heraus, mit Hilfe von Google oder mit Unterstützung von ChatGPT. Währenddessen wurde ihre Gehirnaktivität per EEG (Elektroenzephalografie) erfasst.
Die Auswertung zeigt:
Am aktivsten waren die Hirne derjenigen, die ganz ohne KI oder Suchhilfe arbeiteten. Bei den ChatGPT-Nutzenden war die Aktivität am schwächsten – die Google-Gruppe lag dazwischen. Auch der Lerneffekt scheint je nach Methode unterschiedlich: Wer ChatGPT nutzte, konnte sich später schlechter an den Inhalt erinnern und empfand den Text weniger als „eigenes Werk“.
Interessant wurde es im zweiten Durchgang einige Monate später: Nun wurde die Rollen getauscht – und siehe da: Die Gruppe, die ChatGPT erst im zweiten Durchlauf verwendete, zeigte selbst bei der KI-Nutzung eine deutlich aktivere Hirnleistung. Die ursprünglichen ChatGPT-Nutzer wiederum waren beim eigenständigen Schreiben weiterhin eher passiv.
Die Interpretation der Forschenden: Wer von Anfang an aktiv denkt, bleibt auch bei späterer KI-Nutzung geistig engagierter. Hingegen neigen Personen, die sich früh auf KI verlassen, eher dazu, das Ergebnis einfach hinzunehmen – mit weniger kognitiver Beteiligung.
Eines zeigt die Studie klar: Die Art, wie wir KI nutzen, prägt unser eigenes Verhalten stärker als man denkt.
👉 Die Studie findet ihr hier (leider Paywall): "Measuring Cognitive Offloading" von Roscoe und Kollegen am MIT.
KI für Kinder – was aktuell passiert 👧🧠👦
Der Einsatz von KI in der Bildung ist nicht nur bei Erwachsenen ein Thema. Immer häufiger taucht die Frage auf: Wie sollen wir eigentlich mit Kindern und KI umgehen?
Aktuell experimentieren verschiedene Länder, Schulen und Institutionen mit Pilotprojekten, die Kindern den Umgang mit KI näherbringen – von spielerischen Chatbots bis zu speziell entwickelten Unterrichtseinheiten, in denen Kinder lernen, wie KI funktioniert, was sie kann (und was nicht) oder wie man sie sinnvoll im Alltag nutzt.
Ein paar Beobachtungen aus dieser Woche:
In Dänemark läuft derzeit ein Schulprogramm, bei dem Schüler:innen mit ChatGPT arbeiten, um Texte zu analysieren oder eigene Geschichten zu schreiben. Begleitet wird das Ganze durch Gespräche über Urheberschaft, Quellenkritik und Verantwortung.
In den USA haben einzelne Grundschulen damit begonnen, einfache KI-Anwendungen z.B. zur Bilderzeugung in den Kunstunterricht zu integrieren – mit Fokus auf Kreativität und kritischem Denken.
Gleichzeitig gibt es viele Diskussionen darüber, wie früh Kinder überhaupt mit KI-Systemen arbeiten sollen – und ob sie dabei eher als Werkzeug, Thema oder sogar Akteur im Unterricht betrachtet werden sollten.
Die Grundfrage bleibt: Welche Rolle soll KI in der Bildung der nächsten Generation spielen? Und wer sorgt dafür, dass sie sinnvoll eingeführt wird?
Wir haben das Thema auch mit Prof. Dr. Guido Schuster in unserem Podcast aufgegriffen und nach seiner Meinung gefragt. 🤯🎙️
👉 Jetzt reinhören auf Spotify oder Apple Music! 🎧
KI im Bauwesen mit Andreas Zindel - Jetzt reinhören! 🎙️
Auch verfügbar bei Apple Music und Youtube! 🎧
Sam Altman über die sanfte Singularität
Im kürzlich veröffentlichten Blogpost „The Gentle Singularity“ skizziert Sam Altman einen Ausblick auf die kommenden Jahre – und seine Einschätzungen sind, freundlich formuliert, ambitioniert.
Worum geht’s konkret?
Altman ist überzeugt: Wir haben bereits den Punkt überschritten, an dem KI-Modelle wie GPT-4 in vielen kognitiven Aufgaben besser performen als Menschen. Die Geschwindigkeit der nächsten Schritte überrasche viele nur deshalb, weil sie ungleich verteilt ablaufen wird – in Forschungslaboren etwa schon weit fortgeschritten, im Alltag langsamer sichtbar.
Sein Zeitplan (Stand heute):
2025: Software mit agentenhaftem Verhalten
2026: KI-beschleunigte wissenschaftliche Durchbrüche
2027: Erste autonome Roboter im Einsatz
Zentrale These:
KI führt zu einem selbstverstärkenden Produktivitätszyklus. Modelle verbessern sich durch eigene Nutzung, was die Weiterentwicklung zusätzlich beschleunigt. In Zukunft könnten Rechenzentren (fast) gratis Intelligenz liefern – Stromkosten als Hauptfaktor.
Folgen für Gesellschaft & Arbeit:
Ein beschleunigter Wandel sei unausweichlich. Zwar bleiben viele menschliche Aktivitäten bestehen – Familie, Spiel, kreative Hobbys –, aber ganze Berufsbilder könnten verschwinden. Gleichzeitig könnten neue, heute noch „unlogisch“ wirkende Tätigkeiten entstehen, die individuell sinnstiftend sind.
Was braucht es laut Altman für eine „sanfte“ Transformation?
Eine erfolgreiche Lösung des Alignment-Problems, also die Ausrichtung von Superintelligenz auf menschliche Werte.
Breiten Zugang zu Intelligenz, damit sie nicht nur einigen wenigen Akteuren vorbehalten bleibt.
OpenAI positioniert sich dabei als „Superintelligence-Firma“ mit dem Ziel, Intelligenz skalierbar und günstig bereitzustellen.
Der gesamte Blogpost mit Kontext, Szenarien & Einschätzungen:
Unser KI-Tool der Woche 🔥
Midjourney Video Model ermöglicht es jetzt, jedes Bild in 5-sekündige Videoclips zu animieren. Diese Einführung markiert das erste Videogenerationsmodell des Unternehmens, exklusiv im Web verfügbar, und erfolgt kurz nach der Klage von Disney und Universal wegen Copyright-Verletzung.
Suchst du noch mehr KI-Tools? Auf unserer Tooltipps aus dem KI-Studio Website findest du unsere meistgeliebten KI-Tools für jeden Anwendungsbereich!
So, nun wünschen wir euch wunderschöne Sommertage! 🌞
Bis bald! ❤️
Euer KI-Studio-Team
PS: Wir würden uns freuen, wenn du unseren Podcast oder unseren Newsletter weiterempfiehlst! 🧑🤝🧑
Reply